CytZuReDen
Blicke in die Cyberkriminalität von übermorgen
Technologische und soziokulturelle Entwicklungspfade, Zukunftsszenarien und Strategien für eine resiliente und vigilante Gesellschaft
Forschung zur Zukunft der Cyberkriminalität 2030 & 2040

Die digitale Welt verändert sich rasant – und mit ihr auch die Methoden und Strategien von Cyberkriminellen. Technologien wie Künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Nanotechnologie oder Brain-Computer-Interfaces bieten Chancen, eröffnen aber zugleich neue Angriffsflächen. Dies stellt Sicherheitsakteure und die gesamte Gesellschaft vor die Herausforderung, künftige Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihnen wirksam zu begegnen. Das Forschungsprogramm „zukünftige Cyberkriminalität“ (zCK) der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) nimmt genau diese Fragen in den Blick.
Zukunftsforschung im Bereich der Cyberkriminalität ist essenziell, um proaktive Sicherheitsstrategien zu entwickeln, technologische Disruptionen frühzeitig zu erkennen und mögliche gesellschaftliche sowie infrastrukturelle Verwundbarkeiten systematisch aufzuzeigen.
Dr. Nicole Hartlapp, Programmleiterin zCK der
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Wir wollen hier auch Neuland betreten indem wir aktuelle Foresight-Methoden gezielt weiterentwickeln und neue Ansätze ausprobieren.
Ingo Kollosche, Leiter Zukunftsforschung IZT
Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) setzt das Teilprogramms „Zukunftsanalyse“ um. Ziel ist es, plausible Szenarien für die Jahre 2030 und 2040 zu erarbeiten, die technologische wie kulturelle und strukturelle Bedingungen berücksichtigen und konkrete Handlungsoptionen für Politik, Behörden und Gesellschaft ableiten.
Die Ergebnisse werden mittels innovativer Transferformate zugänglich gemacht. Für die innere Sicherheit bedeutet das: Die Strafverfolgungsbehörden erhalten frühzeitig fundierte Einblicke in mögliche Kriminalitätsmuster und können präventive wie reaktive Strategien entwickeln. Das Forschungsprogramm wird daher auch vorausschauend, evidenzbasiert und im engen Austausch mit den relevanten Bedarfsträgern umgesetzt.
In diesem Vorhaben wollen wir mögliche Zukünfte unserer Gesellschaft, technologische Entwicklungspfade und neue Formen der Cyberkriminalität erkunden und dabei Orientwissen für alle relevanten Akteure generieren.
Sabine Flores Tran & Dr. Roland Nolte, Geschäftsführung IZT
Ziele des Vorhabens CytZuReDen
Strategische
Zukunftssicherung
CytZuReDen hilft, sich frühzeitig auf Veränderungen vorzubereiten und langfristige Strategien zu entwickeln, anstatt nur reaktiv zu handeln.
Dynamischer Raum
für Wissenstransfer
CytZuReDen adressiert potenzielle technologische „blind spots“ und ermöglicht die Entwicklung von Strategien im Umgang mit neuen Formen der CieS.
Früherkennung von
Risiken und Chancen
CytZuReden analysiert mögliche Zukunftsszenarien zur Identifizierung neuer Bedrohungen und resilienzsteigernder Maßnahmen.
Entscheidungsfindung
unter Unsicherheit
CytZuReDen ermöglicht das Treffen fundierterer Entscheidungen durch systematisches Abwägen alternativer Zukünfte und Erhöhung ihre Resilienz.
Vermeidung von Zukunftsschocks
CytZuReDen antizipiert systemische Umbrüche und ermöglicht die Entwicklung vorausschauender Gegenmaßnahmen und Kompetenzen.
Langfristiges Denken
und strategischen Resilienz
CytZuReDen hilft, über kurzfristige Entwicklungstrends hinauszudenken, nachhaltige Strategien zu entwickeln und Unsicherheiten aktiv zu managen.
Das Vorhaben wird vom IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH, der asvin GmbH, der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg sowie der Urania Berlin e. V. durchgeführt.
Der inter- und transdisziplinäre Forschungsverbund verfügt über langjährige und umfassende Expertise in allen projektrelevanten Fachrichtungen. Der strategische Lenkungskreis des Forschungsverbundes wird um ausgewiesene Experten sowie einem Ethikbeirat erweitert.
Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technikfolgenabschätzung gemeinnützige GmbH (IZT) ist eine unabhängige Forschungseinrichtung mit Sitz in Berlin. Seit mehr als 44 Jahren adressiert das IZT die großen gesellschaftlichen Herausforderungen mit Blick auf die notwendige tiefgreifende Transformation der Gesellschaft und ist der Nachhaltigkeit und der Gestaltbarkeit von Zukünften verpflichtet. Als gemeinwohlorientierte inter- und transdisziplinäre Forschungseinrichtung integriert das IZT die wissenschaftlichen Möglichkeiten der Zukunftsforschung, gesellschafts- und naturwissenschaftliche Expertise sowie Praxiswissen. Der Fokus des IZT liegt auf einer holistischen Herangehensweise sowie dem Vorausdenken in Alternativen und Optionen. Seit September 2013 gehört das IZT dem Konsortium an, das für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung (TAB) beim Deutschen Bundestag verantwortlich ist. Das IZT wird durch die Geschäftsführung Dr. Roland Nolte und Sabine Flores Tran vertreten.
Die asvin GmbH wurde 2018 gegründet und verfügt mit den asvin Labs in Stuttgart und Boston (USA) über zwei Forschungsstandorte mit dem Schwerpunkt Cybersicherheit. Ein Fokus liegt auf der Erforschung und Entwicklung von neuen Modellen für die Cyberrisiko-Quantifizierung in komplexen Systemen. Dabei werden Methoden der mathematischen Graphen-Theorie mit Methoden der künstlichen Intelligenz kombiniert und deren Aussagen zu Cyberrisiken in Simulationen untersucht. Zudem engagiert sich das Unternehmen in internationalen Gremien und Institutionen im Bereich Cybersicherheit und KI.
Die staatliche Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) untersteht wie die regionalen Polizeipräsidien und Spezialpräsidien dem Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg und ist für die Ausbildung und das Studium der Polizeibeamtinnen und Beamten des Landes sowie für die Fortbildung aller Mitarbeitenden verantwortlich. Die HfPolBW umfasst insgesamt acht Standorte mit jeweils unterschiedlichen Aufgabengebieten und bietet Aspirant:innen des gehobenen Polizeivollzugsdienstes eine Vorbereitung auf das sich anschließende Studium (Vorausbildung).
Der Kultur- und Bildungsverein Urania e. V. vermittelt seit über 130 Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse an ein breites Publikum und steht damit wie keine andere Institution für die Demokratisierung von Wissen und die Ermöglichung kultureller Teilhabe. Dabei verfügt die Urania sowohl über entsprechende infrastrukturelle Voraussetzungen für den Wissenstransfer als auch über ausgedehnte Netzwerke und Kontakte in die akademische Forschung, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik, um gesellschaftliche Perspektiven mit einzubringen.
Laufzeit: 01.10.2025 bis 30.09.2027
Lead: IZT-Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gem. GmbH
Auftraggeberin: Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur)
